Beta-Rezeptor-Blocker wie Metoprolol oder Propanolol waren unter Verdacht geraten, Depressionen zu fördern. Eine Metaanalyse der Charité, die mehr als 50.000 Probanden einschloss, ging dieser Frage nach und kommt zu dem Ergebnis, dass Depressionen nach Behandlung mit Betablockern nicht häufiger auftreten.

Bei einigen Patient:innen wurden allerdings während einer Betablocker-Therapie schlafbezogene Symptome wie z. B. ungewöhnliche Träume beobachtet. Die Autor:innen empfehlen daher, , dass Bedenken hinsichtlich unerwünschter psychischer Auswirkungen, insbesondere Depressionen, die Entscheidung über Betablocker nicht beeinflussen sollten. Betablocker seien in Bezug auf die psychische Gesundheit größtenteils sicher.


Quelle:
Riemer TG et al. (2021) Hypertension. DOI: 10.1161/HYPERTENSIONAHA.120.16590